30 DE: Helden hinter den Kulissen - Blaulichtorganisationen in der voestalpine
Shownotes
Sicherheit hat am Werksgelände der voestalpine oberste Priorität. In Episode 30 von myPODCAST blickt Moderatorin Sylvia Reim für Sie hinter die Kulissen der Blaulichtorganisationen, die im Ernstfall blitzschnell zur Stelle sind. Betriebsfeuerwehr und Werkssicherheit sorgen 24/7 dafür, dass an den voestalpine Standorten alles reibungslos abläuft und Gefahren rechtzeitig erkannt und gebannt werden können. Zu Gast vor dem Podcast Mikrofon sind Michael Linninger, Leiter der Betriebsfeuerwehr Linz, Wilhlem Schmolmüller, Leiter der Werkssicherung in Linz sowie Gregor Reissner, Leiter der Betriebsfeuerwehr am Standort Donawitz.
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myPODCAST ist ein voestalpine-Medium für alle Mitarbeiter:innen aber auch für Fans der voestalpine und zukünftige Kolleg:innen. myPODCAST erscheint immer am ersten Mittwoch im Monat.
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00:00:01:
00:00:02: Herzlich willkommen zum MyPodcast, ein Füstalpine-Medium für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch für Fans der Füstalpine und zukünftige Kolleginnen und Kollegen.
00:00:14: Durch MyPodcast begleitet sie
00:00:17: Silvia Reim.
00:00:20: Herzlich willkommen zur Episode dreißig von MyPodcast.
00:00:24: In dieser Ausgabe geht es ausnahmsweise nicht um die Produktion hochwertiger Stahlprodukte oder den Einsatz innovativer Technologien.
00:00:33: Heute geht es um Sicherheit.
00:00:35: Und zwar um jene Menschen, die im Hintergrund arbeiten, aber im Ernstfall blitzschnell zur Stelle sind, die Blaulichtorganisationen.
00:00:44: Werkfeuerwehr, Werksicherheit, die sorgen dafür, dass bei der Füßtalpene ein Werksgelände alles ereibungslos abläuft und das rund um die Uhr.
00:00:54: Ich spreche heute mit Vertretern dieser Organisationen und nehme sie mit hinter die Kulissen.
00:01:00: Ich rede mit Gregor Reisner, er ist Leiter der Betriebsfeuerwehr Donawitz.
00:01:05: Und ich begrüße jetzt bei mir Michael Lininger, den Leiter der Betriebsvorwehr, Linz und Wilhelm Schmollmüller, den Leiter der Werkssicherung bei mir vor dem Podcast-Mikrofon.
00:01:16: Herzlich willkommen!
00:01:18: Grüß Gott, danke für die Einladung!
00:01:20: Grüß Gott, vielen Dank für die Einladung!
00:01:21: Sehr
00:01:22: gerne!
00:01:23: Als kurze Einordnung für Sie, lieber Hörerinnen und Hörer zu beginnen.
00:01:26: Blaulichtorganisationen sind jene Einheiten, die im Notfall sofort reagieren.
00:01:31: Das sind Werkssicherheit, Betriebsfeuerwehr und Sanitätsdienst.
00:01:37: Am Standort in Linz arbeiten die eng zusammen, koordiniert über eine zentrale Leitstelle, die alle Alarme bündelt und Einsätze steuert.
00:01:47: ob das jetzt ein Brand ist oder medizinischer Notfall oder Sicherheitsvorfall.
00:01:52: Hier funktioniert wirklich alles wie ein Schweizer Uhrwerk.
00:01:56: Herr Schmollmüller, Sie sind leider der Werksicherung am Fößalpine-Standard in Linz und ich starte gleich mal mit Ihnen.
00:02:02: Was bedeutet denn für Sie Sicherheit?
00:02:05: und um es ein bisschen schwer zu machen, hätte ich es gerne in drei Worten.
00:02:10: Das ist Verantwortung, Prävention und auch der Service.
00:02:15: Und dann frage ich natürlich gleich den Herrn Leninger, als Leiter der Betriebsfeuerwehr, auch die gleiche Frage, was bedeutet für Sie Sicherheit, auch in drei Worten?
00:02:24: Also bei uns ist es eindeutig, Schnelligkeit, Präzession und eben auch die Verantwortung.
00:02:30: Also ein bisschen überschneidet es sich, ein bisschen ist es doch anders, aber alles sehr punktgenau zusammengefasst.
00:02:35: Dann starten wir mit dem Herrn Leninger.
00:02:37: Wir kommen gleich zu Ihrem Verantwortungsbereich und da möchte ich gerne von Ihnen wissen, wie groß ist denn Ihr Bereich, also der Bereich der Werksicherung und Feuerwehr?
00:02:47: Also unser Bereich umfasst nicht nur das Werksgelände der Föstlbine, sondern es ist im Wesentlichen begrenzt im Norden durch die Betrei, die Donau, die Tran, den Müllbach und dem Verschubbahnhof.
00:03:01: Wir betreuen hier ca.
00:03:02: sechs Komma fünf Quadratkilometer Fläche und viele fremd Firmen, wie zum Beispiel große Firmen der Firma Felbermeier oder Primetals.
00:03:12: Herr Leninger, ich komme nachher noch mal mit vielen Fragen auf Sie zu.
00:03:15: Jetzt möchte ich aber gerne zum Herrn Schmoll-Müller wechseln.
00:03:18: Sie sind Leiter der Werksicherung, Standort Linz haben wir schon festgestellt.
00:03:22: Jetzt würde ich gern wissen, wie können wir uns das denn vorstellen?
00:03:24: Wie schaut denn so eine Leitstelle aus?
00:03:27: Also der Werksicherung gehört auch an die zentrale Leitstelle, die das Herzstück bildet und da laufen alle Alarme zusammen, ob eben hundertzweiundzwanzig, hundertdreißig oder hundertvierundvierzig, selbst auch der Aufzugsnotruf ist dabei.
00:03:43: Und es ist rund um die Uhr besetzt mit mindestens zwei Personen und wir koordinieren dort die drei Blaulichtorganisationen.
00:03:52: Wir wachen auch dort Brand- und Einbruchsmeldeanlagen und die Verkehrssituation und führen auch die Freigaben für die Gasarbeiten durch.
00:04:02: Und einiges mehr.
00:04:03: Also die Alarmnummern haben Sie ja gesagt, das sollten wir ja eigentlich alle auswendig können, gell?
00:04:07: Ach so
00:04:07: ist es.
00:04:08: Das heißt auch, wenn ich eine dieser Nummern wähle, egal welche, dann schlag die bei Ihnen in der Leitstelle aus.
00:04:14: So ist es genau.
00:04:15: Und dort führen wir dann Meldung durch.
00:04:18: marken den Einsatz auf und die Einsatzkräffe werden dann alarmiert und verandern aus.
00:04:24: Blitzschnell.
00:04:25: Blitzschnell ist das alles.
00:04:26: Ich merke jetzt schon, es ist eine große Aufgabe, eine Aufgabe, die sehr facettenreich ist in ihrem Verantwortungsbereich.
00:04:33: Wie viele Personen arbeiten denn da bei Ihnen in der Werksicherung?
00:04:37: Wir haben da rund siebzig Personen tätig, inklusive unserer Portiere, die wir der Vorstandshäuser tätig sind.
00:04:45: Jetzt haben wir da natürlich von Menschen geredet, aber ich habe gehört, es gibt auch tierische Mitarbeiter bei Ihnen.
00:04:52: Nämlich eine Hundestaffel.
00:04:54: Wozu braucht man denn eine Hundestaffel am Gelände der Fösterlpinnen Linz?
00:04:58: Die Hundestaffel, das ist ein Spezialbereich von uns.
00:05:02: Und die sind eben speziell ausgebildet für die Suche vor die Personen und unterstützen uns auch bei besonderen Einsätzen.
00:05:13: Wir trainieren sie.
00:05:14: Wir sind auch ... unterwegs bei Polizei oder Militär und ist ein wichtiger Bestandteil unserer Sicherheitsstrategie.
00:05:23: Wir haben eben vier Diensthundeführer, davon zwei Frauen und zwei Männer und sechs Diensthunde im Einsatz und ergänzt eben die technische und personelle Maßnahmen und sorgen eben für zusätzliche Präsenz und Reaktionsfähigkeit.
00:05:40: Und die Diensthunde leben dann beim Herrchen und beim Frauchen, oder?
00:05:43: So ist es, genau.
00:05:45: ist bei uns gemietet, sagen wir so, und ist der Besitzer, ist der Hundeführer und wir haben da einen Vertrag mit denen gemacht und bezahlen eben die ganze Kost, also das heißt das Futtergeld sowie eben dann die Arztsachen.
00:06:04: Und
00:06:04: kann bei uns trainieren.
00:06:05: Der Hund lebt in einer Familie und ist wirklich in einem familiären Umfeld.
00:06:09: Ganz genau.
00:06:10: Vielleicht machen wir jetzt einmal zeitlich so einen Schritt zurück, was mich interessiert.
00:06:14: Wann gibt es denn die Werksicherung in dieser Form?
00:06:18: Grundsätzlich, seitdem es die Füsterlpinnelinz gibt, gibt es auch die Werksicherung.
00:06:24: Aber die Aufgaben haben sich natürlich da im Laufe der Jahrzehnte verändert.
00:06:29: Unsere Hauptaufgabe ist die Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit.
00:06:34: Darunter sind eben dann vor allem die Zutrittskontrollen, die Verkehrsregelung.
00:06:39: Radierkontrollen, Radioaktivitätskontrollen an den Einfahrten und bei der Bahn, dann Baustellen-Obsicherung und Erhebungsdienste nach Vorfällen.
00:06:51: Weiters haben wir oder machen wir die Dienstleistung für andere Betriebe am Gelände, wie Alkoholkontrollen, Kontrolle der Schichtbusse oder der Parkplätze.
00:07:03: Da haben wir Magelware innerbetrieblich und auch Sorgen für die Freihaltung.
00:07:08: der Verkehrswege für den Schwerverkehr, der da unterwegs ist und auch für die Feuerwehr, wenn es zum Einsatz muss.
00:07:15: In Zahlen haben wir da jährlich siebenundzwanzigtausend Objekt- und Anlagenkontrollen sowie achtzehntausend Fahrzeug- und Personenkontrollen an den Werksentfahrten.
00:07:26: Und das ist ein wesentlicher Beitrag zur Sicherheit und Funktionsfähigkeit des gesamten Werks.
00:07:31: Es haben Sie erwähnt, dass es quasi die Werksicherheit schon seit Urzeiten quasi gibt.
00:07:37: Jetzt gehe ich davon aus, dass sich einiges verbessert hat.
00:07:39: Was hat sich denn verbessert?
00:07:41: Was kann man denn sagen?
00:07:42: Einiges.
00:07:44: Die Werksicherung hat sich natürlich jährlich kontinuierlich weiterentwickelt.
00:07:49: Das ist eben so technisch und organisatorisch.
00:07:52: Ein gutes Beispiel dazu ist eben die Einführung des Tempo-Tresig am gesamten Werksgelände.
00:07:59: Und da ist ein spürbar und deutlich sind auch die Verkehrsanfälle gesunken.
00:08:05: Und das ist auch eine hohe Sicherheit für die ganzen Beschäftigten da im Werk.
00:08:09: Aber nicht nur das gibt es auch bei uns die Verbesserungen in Richtung Digitalisierung, eben bei Zutrittskontrollen oder auch Dokumentation der Vorfälle, weil auch da das Thema, wir schreiben alle Vorfälle auf und haben ein gut funktionierendes Meldewesen, auch moderne Technik.
00:08:29: unterstützt uns da mit Videoüberwachung sowie auch Kommunikation im Einsatz.
00:08:36: Wir verstehen uns auch als Kontrollinstanz und sind auch für die Dienstleister und Partner da am Werksgelände und da ist unser klarer Fokus die Prävention und die schnellere Aktion.
00:08:51: Jetzt bin ich ja doch schon einige Zeit lang bei euch in der Füßtalpeine mit unseren Podcasts unterwegs und habe natürlich schon viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kennenlernen dürfen.
00:08:59: Und was mir wirklich aufgefallen ist, die tragen alle einen Ausweis.
00:09:02: Dann haben die immer aus einem Schnürdel quasi, so einem Flexischnürdel, das haben sie immer griffbereit.
00:09:08: Warum ist denn dieser Ausweis so wichtig, so relevant und welche Funktion hat denn der?
00:09:13: Naja, zum ersten Mal, dass man den Mitarbeiter erkennt am Werksgelände, dass es ein Mitarbeiter ist.
00:09:19: Und nicht nur das, auch den Zutritt am Wirksgelände ist eine wichtige Funktion und auch in die Bürobereiche.
00:09:27: Es hat eine Superfunktion mit dem Follumietrucker, und zwar ist es flexibles und sicheres Drucken, gewährt es dann bezahlen bei Kaselli.
00:09:39: Da kann der Mitarbeiter günstig einkaufen.
00:09:42: Und auch zukünftig, was in Urbeit ist, ist das AMAP.
00:09:45: Das ist das An- und Abmelden für Anlage erhaltenes Personal.
00:09:49: Als Zahlen, wir stehen da hundertzwanzigtausend Zutritts-Ausweise aus für Mitarbeiter, Besucher und Auftragnehmer und Frechter.
00:09:58: Also eine hohe Anzahl.
00:10:00: Da unterstützen uns auch die Selbstwörsteurmenels.
00:10:03: Und wir prüfen auch da die Arbeitserlaubnis.
00:10:06: Haben Sie gewusst, dass da bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei
00:10:14: uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns,
00:10:18: bei uns, bei uns, Genau, das müssen wir alles abarbeiten.
00:10:21: Und was auch wichtig ist, ist das auch für die Auftragnehmer, die da bei uns am Werksgelände tätig sind, dass diese sogenannte SATRA-Schulung absolvieren.
00:10:30: Das ist eine Sicherheitsschulung und die für die Ausstellung des Werks und weiß.
00:10:35: notwendig ist.
00:10:36: Satre ging für mich ein bisschen nach französischer Philosoph,
00:10:39: aber
00:10:40: ich glaube, es geht um was anderes und da schreibt man auch anders.
00:10:43: Was ist denn genau diese Satre-Schulung für uns Leinbitter?
00:10:47: Was bedeutet das überhaupt, Herr Schwermühler?
00:10:50: Die Satre ist eine Abkürzung für Safety Training Environment und da ist die Zielsetzung.
00:10:58: der Sicherheitsschulung am Standard-Lenseben, Verbesserung, Vermittlung und Wahrnehmung von Sicherheitsthemen für den Auftragnehmer.
00:11:07: Und es ist auch grundsätzlich verpflichtend bei uns, das durchzuführen.
00:11:11: Und die Sicherheitsschulung ist für zwei Jahre gültig.
00:11:14: Und wenn es abgelaufen ist, dann muss es erneuern und erneut machen.
00:11:19: Dass man immer in Puls der Zeit bleibt, quasi.
00:11:22: Herr Leninger, ich komme jetzt wieder zu Ihnen.
00:11:24: Was sind denn ... Ihre Hauptaufgaben bei der Betriebsfeuerwehr.
00:11:30: Wir sind am Werksgelände für den gesamten Betriebsbrandschutz zuständig für den Abwehrenden und den Vorbauern.
00:11:37: Das bedeutet, es geht einmal um die klassische Brandbekämpfung und um die Abwicklung von technischen Einsätzen.
00:11:45: Aber ein wesentlicher Teil liegt auch bei der Brandschutzplanung, bei Neuernumbauten, wo wir von der Einreichung bis zur Fertigstellung die Projektleiter unterstützen und die gesamte brandschutztechnischen Einrichtungen auch überprüfen im Anschluss daran.
00:12:03: Jetzt klingt das irgendwie nach wirklich ganz unterschiedlichen Expertisen und Kenntnissen, was Sie da angeführt haben.
00:12:09: Wie viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind denn dafür zuständig?
00:12:14: Wir haben ca.
00:12:14: hundert Feuerwehrleute, davon drei Frauen im abwehrenden Brandschutz, in den verschiedensten Bereichen, den klassischen Feuerwehrbereich natürlich, aber wir haben auch Inker, Höhenretter, Taucher.
00:12:28: Wir sind im Rahmen des Oberösterreichischen Landesfeuerwehrverbands auch Höhenrettungs, Wasser und Drohnenstützpunkt.
00:12:37: Wir haben circa vierzehn Feuerwehrfahrzeuge, aber vor allem viele Sondergeräte, die speziell auf die Anforderungen des Unternehmens maßgeschneidert sind.
00:12:48: Also ein richtig großes Thema, mit dem Sie da arbeiten.
00:12:52: Vielleicht gehen wir das mal wirklich so stückerweise durch.
00:12:54: Wenden wir uns mal den Brandschutz zu.
00:12:57: Was bedeutet denn vorbeugender Brandschutz?
00:13:00: Ich habe das gelesen.
00:13:00: Was heißt denn das konkret?
00:13:02: Also grundsätzlich unterstützen wir bei allen Neu- und Umbauten die Projektleiterbeginnend von der Planungsphase über die Einholung behördlicher Genehmigungen bis hin zur Fertigstellung aller Projekte.
00:13:18: Beispielweise Machen wir hier Brandschutz-Simulationsberechnungen.
00:13:23: Sie können sich vorstellen, die Dimensionen der Försterbühne sind groß und mit klassischen Fluchtwegslängen, wie sie für Österreich gelten, kommen wir oft nicht aus.
00:13:32: Und hier gilt es, anhand von Simulationen nachzuweisen, dass Schutzziele trotzdem überschreiten dieser Fluchtwegslängen beispielsweise eingehalten werden und Mitarbeiter immer sicher im Gefahrenfall die Anlage verlassen können.
00:13:49: Klingt schon jetzt für mich nach sehr viel Arbeit, aber ich gehe davon aus, Sie haben doch viel, viel mehr weitere Aufgaben.
00:13:55: Welche weiteren Aufgaben haben Sie denn?
00:13:57: Ja, gemeinsam mit ca.
00:13:58: hundertzwanzig Brandschusswarten des Unternehmens stellen wir sicher, dass mit den ganzen Prüftätigkeiten für die Fößelbiene ein legal Compliance-Zustand hergestellt wird.
00:14:09: Und wir überprüfen dabei Brandmählernlagen, Löschenlagen, Hydranten.
00:14:14: Wir sichern... Gasarbeiten ab.
00:14:17: Wir teilen Freigaben, wann Personen in Behälter einfahren müssen.
00:14:22: Wir machen da Luftanalysen und stellen halt so sicher, dass Mitarbeiter gefahrlos ihre Tätigkeiten durchführen können.
00:14:30: Sie haben vorher erwähnt, dass sie auch Taucher im Team haben.
00:14:33: Das finde ich super spannend.
00:14:35: Sie führen also auch Taucheinsätze.
00:14:38: Wie kann man sich das vorstellen?
00:14:40: Ja, das kann man sich so vorstellen, dass es sicher nicht so ist, wie man auf dem maletiefen Tauch hier tauchen.
00:14:47: Grundsätzlich im industriellen Bereich schwere Tauchausrüstung mit Helm.
00:14:53: Wir kontrollieren beispielsweise den Werkshafen, befreien Schiffe von angesorgten Ketten in den Schrauben und setzen Spundwände im Kraftwerk.
00:15:05: Also Sie haben schon gesagt, das ist eine sehr vielfältige Aufgabe.
00:15:08: Was ich mich der Frage ist, wie ist denn dann die Ausbildung organisiert?
00:15:13: Ja, grundsätzlich haben wir ein mehrfaches Ausbildungssystem, ca.
00:15:17: fünfzig Prozent der Ausbildung erfolgt intern aufgrund der speziellen Anforderungen eines Hüttenwerks.
00:15:24: Und den Rest der Ausbildung machen wir in Zusammenarbeit mit den österreichischen Berufsfeuern und der Oberösterreichischen Landesfeuerschule.
00:15:33: Also da wird auch zusammengearbeitet.
00:15:37: Jetzt muss man natürlich trainieren, um für mögliche Einsätze wirklich das Bestmögliche abwickeln zu können.
00:15:44: Also ich gehe davon aus, dass sie Notfallübungen haben.
00:15:47: Wie gesagt, so ein Notfall muss man auch üben und trainieren, damit es dann im Ernstfall wirklich perfekt klappt.
00:15:52: Wie läuft denn so eine Notfallübung ab?
00:15:54: Also grundsätzlich laufen die sehr intensiv ab.
00:15:57: Hier wird in erster Linie mit den Einsatzorganisationen und den Betrieb vor Ort die unmittelbare Gefahrenabwehr geübt, aber auch der rückwärtige Raum, sprich die Führungskräfte der Fösterlpene üben hier, um Konsequenzschäden zu vermeiden.
00:16:16: Jetzt arbeiten Sie natürlich in einem ganz speziellen Bereich, nämlich im Bereich der Industrie.
00:16:21: Was sind denn da die besonderen Herausforderungen bei Einsätzen im Industriebereich?
00:16:27: Da grundsätzlich kämpfen wir sehr mit den Einsätzen rund um den Austritt vom Feuer flüssigen Material, sprich Rohreisen, Stahl oder flüssiger Schlagge.
00:16:38: Nicht ganz außer Acht zu lassen sind auch Einsätze mit unseren CO-hältigen Hüttengasen.
00:16:46: Sie haben vorher schon erwähnt, Zum einen haben wir ein großes Thema, zum anderen haben wir eine besondere Ausrüstung.
00:16:53: Und da würde ich mich jetzt fragen, welche Ausrüstung gibt es denn in Linz?
00:16:56: Was benutzen Sie denn da?
00:16:58: Gibt es spezielle besondere Fahrzeuge oder Maschinen, die speziell für Sie notwendigen Nutzen haben?
00:17:06: Wir haben Neben den klassischen Feuerwehrvorzeigen, die ohnehin jeder Kind, besonders auf die Gefahrensituation in der Fösterlpinne, abgestimmte Sonderfahrzeuge und Spezialfahrzeuge, wie zum Beispiel Sorgdankfahrzeuge, aber vor allem große Pumpaggregate mit bis zu fünfzehntausend Liter pro Minute Förderleistung, um allfällige Notkühlungen zum Beispiel an den Aggregaten durchführen zu können.
00:17:35: Und nicht zuletzt haben wir zwei Einsatzboote auf der Donau stationiert, wo wir im Rahmen des Donau-Alarmplans für das ganze Linzer Stadtgebiet zuständig sind.
00:17:45: Jetzt habe ich gelesen, Sie arbeiten auch mit Drohnen.
00:17:49: Wie kann man sich das vorstellen, wozu dienen Ihnen diese Drohnen?
00:17:53: Also Drohnen ist aktuell ein sehr stark prosperierender Bereich.
00:17:58: Wir führen hier im Auftrag des Unternehmens Thermografiemessungen durch, wir mitteln beispielsweise Kubaturen, wie viel Schrott gerade am Schrottplatz liegt und wir unterstützen selbstverständlich auch unsere Einsatzleiter bei den Einsätzen.
00:18:14: In Zukunft sollen Drohnen auch Kontrollflüge durchführen, die zur Sicherung des Werksgeländes dienen.
00:18:23: Also auch hier ein Mittel, um die Aufgaben noch besser ausführen zu können.
00:18:29: Jetzt wird nun am Werksgelände ja gerade der Elektro-Lichtbogen offen gebaut.
00:18:34: Green Textile kennen unsere Hörerinnen und Hörer.
00:18:37: Das ist ein Begriff.
00:18:38: Gibt es denn hier eine Veränderung der Herausforderungen im Rahmen der Transformation beziehungsweise der Decarbonisierung aus ihrer Sicht?
00:18:47: Ja, diesem Thema haben wir uns vor geraumer Zeit schon gewidmet.
00:18:51: Ein Kollege von mir, der ein Masterstudium an der Donau-Universität Krems abgeschlossen hat, hat dies zur Masterthese sich vorgenommen, wo er betrachtet, wie die Risikoveränderung für die Feuerwehr stattfindet in Zusammenhang mit den Dekoponisierungsmaßnahmen in Linz.
00:19:12: Das heißt, es gibt Veränderungen, sie bereiten sich aber natürlich bestmöglich darauf vor.
00:19:17: Jetzt haben Sie natürlich, wir haben schon darüber geredet, wirklich herausfordernde Einsätze.
00:19:22: Mich würde jetzt interessieren, haben Sie da vielleicht ein paar Einsatzzahlen oder vielleicht auch Beispiele für uns?
00:19:27: Das variiert natürlich von Jahr zu Jahr, aber man kann so ungefähr davon ausgehen, dass es so an die Hundertfünfzig-Brandeinsätze und vierhunderttechnische Einsätze gibt.
00:19:39: Bei den Branden würde ich sagen, stellen ums geplatzte Hydraulikleitung in Verbindung mit Zündquellen sehr oft vor große Herausforderungen, denn diese wirken wirklich wie Flammenwerfer und sind auch sehr schwer zu bekämpfen.
00:19:53: Und bei den technischen Hilferleistungen möchte ich vor allem unsere Höhenretter hervorheben, die abgestürzte oder verunfallte Personen aus Gruben oder auf das schwindelerregenden Höhen retten und dann auf Hüttenflur.
00:20:07: der Betriebsrettung sicher übergeben.
00:20:09: Also sie haben wirklich einiges zu tun.
00:20:11: Ich möchte schon mal jetzt Danke an Sie sagen, natürlich ein gesamtes Team.
00:20:16: Also wirklich Großartiges, dass Sie hier leisten.
00:20:19: Wir wechseln quasi den Standort und blicken kurz nach Donawitz.
00:20:23: Auch dort gibt es natürlich eine Betriebsfeuerwehr.
00:20:27: Geleitet wird sie von Gregor Reisner.
00:20:29: Herr Reisner, begrüße Sie.
00:20:30: Sie dürfen in einem ehrwürdigen Haus sitzen und arbeiten.
00:20:34: Das Feuerwehrhaus, in dem Sie sich befinden, gibt es seit eighteenhundert und sechzig.
00:20:39: Die Wurzeln der Betriebsfeuerwehr Donawitz führen tatsächlich auf das Jahr eighteenhundert und sechzig zurück, wodurch die Werksfeuerwehr ... Nach derzeitigen Wissenstand gilt, dass der noch bestehende Betriebssäuber von Österreich ist.
00:20:54: Die Weiterentwicklung der Industrie über viele Jahrzehnte setzt ja auch im Bereich des Feuerwehrwesens einen Prozess in Gang.
00:21:01: Ausrüstung, Mannschaft und Ausbildung passen sich nach und nach den Anforderungen an.
00:21:08: Sicherheit hat in Donauwitz also wirklich eine lange Geschichte.
00:21:11: Und was mich da interessiert, ist, wie ist denn die Blaulicht-Organisation in Donauwitz strukturiert?
00:21:17: Bei uns ist die Betriebsfeuerwehr eine eigene Abteilung, die auch die Werksicherheit und den Rettungsdienst umfasst.
00:21:25: Insgesamt sind wir rund vierzig Mitarbeiter davon, siebzehn direkt in der Feuerwehr.
00:21:30: Aufgeteilt auf drei Dienstgruppen.
00:21:33: Auch die Portiere und die Postabteilung gehören organisatorisch dazu.
00:21:38: Also ein wirklich großes Team.
00:21:39: Wie groß ist denn das Standort Donowitz?
00:21:42: Der Standort, der für Österreich Biene Donowitz, hat eine Fläche von circa hundertfünfzig Hektar.
00:21:47: Sie erstreckt sich entlang des vorderen Bergertals über eine Länge von etwa drei Komma fünf Kilometer und einer Breite von rund vierhundertfünfzig Metern.
00:21:56: Wir betreuen dieses Areal von rund eins Komma fünf Quadratkilometern mit etwa zweitausend Fünfhundert Fürst Albine Mitarbeiter und über dreißig Fremdfirmen mit circa tausend Mitarbeiter.
00:22:07: In Linz gibt es hier eine zentrale Leitstelle.
00:22:10: Gibt es da was Vergleichbares auch in Donawitz?
00:22:13: Ja
00:22:13: und sie ist sogar außerhalb.
00:22:15: des höchstalpine Areals relevant.
00:22:17: Unsere Notrufzentrale ist nicht nur für die höchstalpine zuständig, sondern auch für den gesamten Bezirkli oben.
00:22:24: Wenn jemand im Ort die hundertzwanzig wählt, landet der Anruf bei uns.
00:22:29: Wir leiten dann weiter und alarmieren.
00:22:31: Die zuständige Feuerwehr direkt vom Standort aus.
00:22:34: Sehr interessant, das heißt es sind quasi die Zentrale für den ganzen Bezirk Leoben.
00:22:38: Kann man da sagen, wie viele Einsätze habt ihr denn da jährlich?
00:22:42: Wir kommen auf rund sieben bis acht unter drei Einsätze pro Jahr.
00:22:46: Viele davon sind Brandmelderlamme, der Rundtauk, Fehlerlamme.
00:22:50: Zusätzlich fahren wir mit unserem eigenen Rettungsfahrzeug zu jedem Arbeitsumfall.
00:22:54: Das sind etwa zweihundert Einsätze jährlich.
00:22:57: Bei Bedarf wird ein Notarzt aus dem nur ein Kilometer entfernten Krankenhaus hinzugezogen.
00:23:02: Also wirklich beträchtliche Zahlen.
00:23:05: Welche Aufgaben übernimmt Ihre Abteilung sonst noch?
00:23:09: Neben klassischen Blaulichtaufgaben führen wir Alkohol- und Fahrzeugkontrollen durch.
00:23:14: Organisieren Zutrittskontrollen und koordinieren Sicherheits- sowie Satreschulungen.
00:23:19: Dafür haben wir einen eigenen Schulungsraum, in dem sowohl interne als auch Fremdfirma-Mitarbeiter geschult werden.
00:23:27: Die Dokumente für den Werksausweis werden direkt vor Ort ausgestellt.
00:23:31: Das betrifft mehrere Tausend Personen jährlich.
00:23:34: Besonders durch das RF-Projekt mit vielen Fremdfirmen.
00:23:38: Welche Fahrzeuge stehen Ihnen denn dazu Verfügung?
00:23:40: Der Vorpark der Betriebshäuber ist auf neuesten Stand der Technik.
00:23:44: Neben Lösch und Spezialfahrzeugen stehen uns unter anderem eine Drehleiter sowie ein hochmodernes Wechselladerfahrzeug mit Kran als neues Fahrzeug zur Verfügung.
00:23:54: Mit verschiedenen Containern, zum Beispiel ein Zehntausend Liter Wasserdank oder einem Stromaggregatcontainer sind wir optimal für verschiedene Einsatzszenarien gerüstet.
00:24:04: Sie arbeiten ja sicher auch mit dem Team in Linz zusammen.
00:24:07: Wie funktioniert denn da die Zusammenarbeit mit den Kollegen und Kolleginnen in Linz?
00:24:12: Die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut.
00:24:14: Wir tauschen uns regelmäßig aus, vor allem bei Themen wie Krisenmanagement, vorbeugenden Brandschutz oder Werksicherheit.
00:24:22: Die Standorte profitieren voneinander.
00:24:24: Durch den gemeinsamen Erfahrungsaustausch steigt die Effizienz der Abteilungen, was letztlich die Sicherheit der gesamten Standorte erhöht.
00:24:33: Nun haben Sie sicher auch ganz spezielle Einsätze.
00:24:36: Welche sind Ihnen denn da in Erinnerung geblieben?
00:24:39: Im vergangenen Jahr wurde unser Werksgelände von einem Hochwasser heimgesucht.
00:24:44: Innerhalb weniger Minuten stieg der Begel des angrenzenden Barks betrohlich an und das Wasser drang bereits in Teile des Betriebsgeländes vor.
00:24:53: Mit fein batten Kräften gelang es uns, das Wasser von den empfindlichsten Anlagen fernzuhalten.
00:25:00: Dieses Eignis hat er neut gezeigt, wie wichtig ein funktionierendes Notfallmanagement und die gute Zusammenarbeit mit den Nachbarfeuern ist.
00:25:09: Und wir merken weder Sicherheit, ist Teamarbeit und an den Standorten Linz und Donawitz geht beides perfekt einher.
00:25:18: Vielen Dank, Herr Reisner, Herr Schmollmüller und Herr Linninger, für diese wirklich spannenden Einblicke hinter die Kulissen der Blaulichtorganisationen.
00:25:27: Und ein wirklich großes Dankeschön an alle, die da täglich für Sicherheit sorgen in Linz, in Donawitz und an allen weiteren Standorten der Fösteralpine.
00:25:36: Vielen Dank dafür.
00:25:39: Liebe Hörer, liebe Hörerinnen, wie immer am Schluss der Episode drei wichtige Learnings kurz zusammengefasst.
00:25:46: Werksicherheit, Betriebsfeuerwehr und Sanitätsdienst.
00:25:49: Sie alle arbeiten eng zusammen, koordiniert über eine zentrale Leitstelle, die alle Alerme bündelt und Einsätze steuert.
00:25:59: Bei der Betriebsvorwehr der Füßselpin im Standort Linz arbeiten alleine im Standort Linz einhundert Personen.
00:26:06: Bei der Werksicherheit sind es siebzig.
00:26:09: Es gibt sogar eine eigene Hundestaffel, zu dem werden immer wieder Taucheinsätze durchgeführt.
00:26:16: Das war Folge dreißig von My Podcast.
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